Gemäß dem Motto „Lebe deinen Schlaf“ befasst sich der Schlafperformer Markus Kamps intensiv mit der Thematik des gesunden Schlafens. Doch wie soll Schlaf als Quelle für mehr Vitalität dienen, wenn in heißen Sommernächten nicht im Ansatz an Schlaf zu denken ist? In der am 30.07.2020 veröffentlichten Doku „Heiße Nächte – warum wir im Sommer schlecht schlafen“ im Hessischen Rundfunk gibt der Schlafexperte Tipps, wie man auch im Sommer einen guten und gesunden Schlaf findet.

Vorsicht vor offenen Fenstern

Viele der im Video befragten Passanten sehen das Öffnen der Fenster über Nacht als praktikabelste Lösung des Schlafproblems. Markus Kamps ist seit 20 Jahren beratend tätig und warnt vor dem nächtlichen Durchzug als Folge offenstehender Fenster und Türen. Die so entstehende Zugluft sei insofern kontraproduktiv, dass sie an die Kälterezeptoren des menschlichen Körpers an der Nase, am Kinn und am Hals geht. Infolgedessen reagiert der Körper mit einer vermehrten Absonderung von Wärme bzw. Schweiß, um die wahrgenommene Kälte zu kompensieren.

Geheimtipp kalte Wärmflasche

Bei nächtlicher Sommerhitze empfiehlt der Schlafexperte viel mehr den Griff zur Wärmflasche. Anstatt diese, wie üblich, mit heißem Wasser zu füllen, wird sie mit kaltem Wasser zur Kälteflasche umfunktioniert. In besonders heißen Nächten können hier auch Eiswürfel genutzt werden.

Zudecke als entscheidender Faktor

Die größte Auswirkung auf das Bettklima hat mit 70-80% der Gesamtwirkung allerdings die Zudecke. Über die Schweißdrüsen in der Haut diffundiert der menschliche Körper. Somit steigt abgesonderter Wasserdampf nach oben, was die Abstimmung der Bettdecke auf die jeweiligen Wetterbedingungen so wichtig werden lässt. Da sie Feuchtigkeit absorbieren, werden in diesem Zusammenhang Decken aus Baumwolle oder aus Leinen empfohlen.

Auch kühlende Kissen können Abhilfe schaffen

Den angenehmen Effekt kühlender Kissen führt Markus Kamps auf das jeweils verarbeitete Material zurück. In der Regel werden Gel oder Gelstoffe verwendet, die sich bezüglich ihrer Dichte von klassischen Materialien unterscheiden und somit kühlend wahrgenommen werden.

Lauwarm Duschen als kostensparende Variante

Der letzte Tipp des Schlafperformers ist simpel und kostensparend, da keine zusätzliche Investition für einen erholsamen Sommerschlaf getätigt werden muss. Nach einer lauwarmen Dusche kurz vor dem Zubettgehen soll eine Restfeuchte auf der Hautoberfläche gewahrt werden. Das Abtrocknen sollte hier lediglich oberflächlich ausgeführt oder gänzlich ausgelassen werden. Die spätere Verdunstung des restlichen Wassers auf der Haut kann den erhitzten Körper etwas abkühlen.

Weitere Infos zum Thema „Bei Hitze Schlafen“ auch hier.